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Taupunkt berechnen –
Schimmelrisiko sofort erkennen

Taupunkt berechnen und Schimmelrisiko analysieren – kostenlos, ohne Anmeldung. Geben Sie Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Wandtemperatur ein und erhalten Sie sofort Ihren Taupunkt, die Lüftungsempfehlung und eine 60-Tage-Wachstumsprognose nach WTA Merkblatt 6-2.

Magnus-Formel (Taupunkt berechnen)
WTA Merkblatt 6-2
Sofort-Ergebnis, kostenlos
Wandoberflächentemperatur
Pflichtangabe – bitte messen
15.0°C
-5°C30°C
So messen Sie richtig: Halten Sie ein Infrarot-Thermometer senkrecht zur kältesten Wandstelle – typischerweise Außenecken, hinter Möbeln oder unter Fensterbänken. Messen Sie mehrfach und notieren Sie den niedrigsten Wert.

Raumparameter

Raumtemperatur
20.0°C
10°C30°C
Relative Luftfeuchtigkeit
65%
30%100%
Raumvolumen (optional)
Raumvolumen50 m³
Wasserdampf in der Raumluft
0.56 L
561 g Wasser
Schimmelrisiko
Hohes Risiko
Wandfeuchtigkeit
87.6%
13.2°C
Innen-Taupunkt
20°C
Raumtemperatur
65%
Luftfeuchte innen
11.2 g/m³
Abs. Feuchte innen
13.2°C
Innen-Taupunkt
✓ Jetzt lüften empfohlen
Außenluft ist 6.5 g/m³ trockener – Lüften senkt die Innenfeuchte.
Innen: 11.2 g/m³
Außen: 4.8 g/m³
Differenz: +6.5 g/m³

Nach Lüftung mit Außenluft (60% innen / 40% außen)

14.0°C
Raumtemp. nach Lüftung
71.7%
Luftfeuchte nach Lüftung
8.6 g/m³
Abs. Feuchte nach Lüftung
9.0°C
Taupunkt nach Lüftung
Lüften erhöht die Innenfeuchte von 65% auf 71.7%.
Warnung: Kritische Feuchtigkeit an der Wandoberfläche
Bei anhaltenden Bedingungen: sichtbarer Schimmel in 14 Tagen

Außenbedingungen

Aktuelles Wetter automatisch laden
Oder Ort / PLZ eingeben:
Außentemperatur
5.0°C
-20°C40°C
Relative Luftfeuchtigkeit (außen)
70%
10%100%
Absolute Feuchte (außen)berechnet
4.8 g/m³

Professionelle Diagnose gewünscht?

Unsere Experten analysieren Ihr Objekt vor Ort – mit Thermografie, Feuchtemessung und schriftlichem Befundbericht.

✓ Kurzfristige Termine✓ Unverbindlich✓ Sauber dokumentiert

Schimmelwachstum über Zeit

Prognose bei gleichbleibenden Bedingungen (60 Tage)

MODELL NACH WTA 6-2
T0T10T20T30T40T50T600%25%50%75%100%Sichtbar
  • Ohne Lüftung
  • Mit Lüftung

Handlungsempfehlungen

Wenn das Risiko erhöht ist – diese Schritte bremsen das Schimmelwachstum sofort.

1

Sofort professionelle Ursachenanalyse beauftragen

Nur eine Feuchtemessung mit Thermografie kann klären, ob Kondensatschimmel oder Baufeuchte vorliegt.

2

Stoßlüften statt Kipplüften

3–4 Mal täglich für 5–10 Minuten quer lüften. Kipplüften kühlt Wände aus, ohne Feuchtigkeit abzuführen.

3

Raumtemperatur gleichmäßig halten

Kalte Räume nicht ungeheizt lassen. Jedes Grad weniger an der Wand erhöht die Kondensationsgefahr.

4

Kapillaraktive Innendämmung prüfen

SMART-COLORS IB oder Calciumsilikat-Platten regulieren Feuchtigkeit aktiv und erhöhen die Wandoberflächentemperatur.

Bauphysik verständlich erklärt

Taupunkt berechnen, verstehen & Schimmel verhindern

Wer den Taupunkt berechnen kann, versteht die physikalischen Zusammenhänge hinter Schimmelbildung – und kann gezielt gegensteuern, statt nur Symptome zu bekämpfen.

Was ist der Taupunkt?

Den Taupunkt berechnen bedeutet: Die Temperatur bestimmen, bei der Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Unterschreitet eine Wandoberfläche diese Temperatur, kondensiert Wasser – unsichtbar zunächst, aber der Beginn jeder Schimmelbildung. Bei 20°C Raumtemperatur und 65% relativer Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei ca. 13°C.

Ab wann wächst Schimmel?

Schimmelsporen keimen, sobald die relative Luftfeuchtigkeit an der Wandoberfläche dauerhaft über 70% liegt (WTA Merkblatt 6-2). Bei 80% ist Schimmelwachstum wahrscheinlich, bei 90% beginnt sichtbarer Befall innerhalb weniger Tage. Entscheidend ist die Wandtemperatur – nicht die Raumluft.

Sommerkondensation im Keller

Im Sommer ist Lüften im Keller oft kontraproduktiv: Warme Außenluft enthält mehr Wasserdampf als die kühle Kellerluft. Trifft sie auf die kühlen Kellerwände, kondensiert Wasser. Unser Rechner erkennt diesen Zustand automatisch und warnt Sie, bevor Sie lüften.

Taupunkt berechnen: Warum die Wandtemperatur entscheidend ist

Die Wandoberflächentemperatur ist der kritischste Parameter bei der Schimmelrisikoberechnung – und wird in der Praxis am häufigsten unterschätzt. Während die Raumtemperatur oft bei angenehmen 20°C liegt, kann die Wandoberfläche in einer Außenecke bei nur 14–15°C liegen.

Dies liegt am geometrischen Kältebrücken-Effekt: An Außenecken gibt die Wand außen mehr Fläche ab, als innen Wärme nachgeliefert wird. Das Ergebnis: Die Ecke ist dauerhaft 2–3°C kälter als die übrige Wandfläche – und damit oft der erste Ort, an dem Schimmel erscheint.

Messen Sie die Wandtemperatur mit einem Infrarot-Thermometer direkt an der kältesten Stelle (typischerweise Außenecken, hinter Möbeln, unter Fensterbänken). Geben Sie den gemessenen Wert in den manuellen Modus unseres Rechners ein – für eine präzise Risikoeinschätzung nach DIN EN ISO 13788.

Die Norm definiert den Temperaturfaktor fRsi, der beschreibt, wie warm eine Wandoberfläche im Verhältnis zur Außentemperatur sein muss, um Schimmelwachstum zu verhindern. Unser Rechner setzt diese Norm in verständliche Ergebnisse um.

Weit geöffnetes Doppelfenster zum Stoßlüften mit einfallendem Tageslicht – richtig lüften in Deutschland, Schimmelprotektor.de Wuppertal

Richtig lüften nach Taupunkt berechnen: Stoßlüften schlägt Kipplüften immer

Kipplüften ist eine der häufigsten Ursachen für Kondensatschimmel – und wird von Mietern und Eigentümern gleichermaßen unterschätzt. Beim Kipplüften kühlt der Fensterrahmen und die angrenzende Wand stark aus, ohne dass nennenswert Feuchtigkeit abgeführt wird. Das Ergebnis: Die Wandtemperatur sinkt unter den Taupunkt, Wasser kondensiert.

Stoßlüften (3–4 Mal täglich, 5–10 Minuten, Fenster weit öffnen) tauscht die feuchte Raumluft vollständig gegen trockene Außenluft aus – ohne die Wände auszukühlen. Im Winter ist die Außenluft trotz hoher relativer Luftfeuchtigkeit absolut trockener als die warme Raumluft und nimmt beim Erwärmen zusätzliche Feuchtigkeit auf.

Ausnahme Sommer: Wenn der Taupunkt der Außenluft über der Wandoberflächentemperatur liegt (Sommerkondensation), ist Lüften kontraproduktiv. Unser Rechner zeigt Ihnen genau, wann dieser Fall eintritt.

Experten-Wissen

Häufige Fragen zum Taupunktrechner

Normative Grundlagen – so berechnen wir den Taupunkt

Magnus-FormelAlduchov & Eskridge (1996) – Taupunktberechnung
WTA Merkblatt 6-2Schimmelwachstum an Bauteilen
DIN EN ISO 13788Wärme- und feuchtetechnisches Verhalten
DIN EN ISO 10211Wärmebrücken in Gebäuden
Expertenwissen

Die 5 häufigsten Schimmelursachen

Schimmel entsteht nicht zufällig – er folgt physikalischen Gesetzen. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern.

01

Taupunktunterschreitung an Kältebrücken

Außenecken, Fensterlaibungen und Rollladenkästen sind geometrische Kältebrücken. Hier liegt die Wandoberflächentemperatur dauerhaft 2–4°C unter der übrigen Wandfläche – oft unterhalb des Taupunkts der Raumluft. Schimmel erscheint hier zuerst, obwohl die Raumluftfeuchtigkeit noch im "grünen Bereich" liegt.

02

Falsches Lüften – Kipplüften statt Stoßlüften

Dauerhaftes Kipplüften kühlt Fensterrahmen und angrenzende Wände aus, ohne nennenswert Feuchtigkeit abzuführen. Die Folge: Kondensation direkt am Fensterrahmen. Stoßlüften (3–5 Minuten, Fenster weit öffnen) ist physikalisch überlegen und spart gleichzeitig Heizenergie.

03

Sommerkondensation im Keller

Warme Sommerluft enthält mehr absoluten Wasserdampf als kühle Kellerluft. Strömt sie in den Keller, kühlt sie an den Wänden ab – der Taupunkt wird unterschritten, Wasser kondensiert. Lüften im Sommer ist nur sinnvoll, wenn der Außen-Taupunkt unter der Wandtemperatur liegt.

04

Zu geringe Raumtemperatur bei hoher Feuchtigkeit

Wer im Winter spart und die Heizung drosselt, riskiert Schimmel: Bei 16°C und 60% relativer Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei 8°C – eine schlecht gedämmte Außenwand kann diese Temperatur leicht unterschreiten. Die Norm empfiehlt mindestens 19°C in Wohnräumen.

05

Möbel direkt an Außenwänden

Schränke und Regale direkt an Außenwänden unterbinden die Luftzirkulation. Die Wandoberfläche hinter dem Möbel kühlt weiter aus, während die eingeschlossene Luft durch Diffusion Feuchtigkeit anreichert. Mindestabstand von 5–10 cm zur Außenwand ist Pflicht.

Unsicher, was bei Ihnen die Ursache ist?

Unser Rechner oben analysiert Ihre konkreten Messwerte und zeigt Ihnen sofort, ob Taupunktunterschreitung oder Sommerkondensation vorliegt.

Jetzt berechnen
Praxis-Leitfaden

Wann und wie richtig lüften?

Die Frage, ob und wie gelüftet werden soll, ist keine Frage des Komforts – sie ist eine bauphysikalische Entscheidung. Falsches Lüften ist nach Kältebrücken die zweithäufigste Ursache für Schimmelbefall in deutschen Wohnungen.

Winter

Stoßlüften 3–5× täglich, je 5–10 Minuten. Außenluft ist absolut trocken trotz hoher relativer Feuchte. Heizung dabei nicht abdrehen.

Frühling

Taupunkt der Außenluft prüfen. Wenn Außen-Taupunkt < Wandtemperatur: lüften. Außentemperaturen steigen, Wände sind noch kühl – Kondensationsrisiko beachten.

Sommer (Keller)

Nur lüften, wenn Außen-Taupunkt < Kellertemperatur. Faustregel: Nur morgens früh (vor 8 Uhr) oder abends (nach 21 Uhr) bei kühlen Nächten.

Herbst

Taupunkt der Außenluft prüfen. Sinkende Außentemperaturen, Wände werden kälter. Lüften, solange Außen-Taupunkt unter der Wandtemperatur liegt.

Die Lüftungsformel

Lüften ist sinnvoll, wenn:
Taupunkt (außen) < Wandtemperatur (innen)

Diese einfache Formel verhindert Sommerkondensation. Unser Rechner berechnet beide Werte automatisch und zeigt Ihnen sofort, ob Lüften gerade sinnvoll oder kontraproduktiv ist.

Außen 8°C, 80% rF → Taupunkt außen: 4,9°C → Lüften OK (Keller 12°C Wand)

Außen 28°C, 70% rF → Taupunkt außen: 22,1°C → NICHT lüften (Keller 16°C Wand)

Achtung: Kipplüften (ganzjährig)

Vermeiden. Kühlt Fensterrahmen und Laibung aus, ohne Feuchtigkeit abzuführen. Erhöht Schimmelrisiko und Heizkosten gleichzeitig.

Warum Schimmelprotektor

Bauphysik. Nicht Bauchgefühl.

Dieser Rechner basiert auf denselben Normen und Formeln, die bauphysikalische Gutachter in Deutschland verwenden. Kein Marketing – nur Physik.

Magnus-Formel
WMO-Standard für Taupunktberechnung
WTA 6-2
Norm für Schimmelwachstum an Bauteilen
ISO 13788
Wärme- und Feuchteschutz nach DIN EN
ISO 10211
Wärmebrücken in Gebäuden nach DIN EN

Was unterscheidet diesen Rechner von anderen?

Die meisten Online-Taupunktrechner berechnen nur den Taupunkt der Raumluft – und zeigen Ihnen, ob theoretisch Kondensation möglich ist. Das reicht nicht. Entscheidend ist, ob die Wandoberflächentemperatur den Taupunkt unterschreitet. Dieser Rechner fordert deshalb die gemessene Wandtemperatur als Pflichtangabe ein. Nur so ist eine bauphysikalisch korrekte Aussage möglich – und nur so können Sie als Mieter oder Eigentümer fundiert argumentieren, wenn es um die Frage geht: Wessen Schuld ist der Schimmel?

Zusätzlich erkennt der Rechner Sommerkondensation automatisch: Wenn der Taupunkt der Außenluft über der Wandtemperatur liegt, ist Lüften kontraproduktiv – ein Zusammenhang, der in der Praxis regelmäßig zu Schäden führt, weil er intuitiv nicht offensichtlich ist. Das Schimmelwachstums-Diagramm visualisiert, wie schnell bei den eingegebenen Bedingungen sichtbarer Schimmel entstehen würde – basierend auf dem WTA-Modell für Schimmelkeimung und -wachstum an Bauteiloberflächen.

Fachbegriffe erklärt

Glossar: Taupunkt berechnen & Bauphysik

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Taupunkt, Luftfeuchtigkeit und Schimmel – verständlich erklärt.

Professionelle Diagnose gewünscht?

Unsere Experten analysieren Ihr Objekt vor Ort – mit Thermografie, Feuchtemessung und schriftlichem Befundbericht.

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Kurzfristige Termine
Unverbindlich
Sauber dokumentiert

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